"Deutschland braucht ein Glasfasernetz, das auch im Krisenfall funktioniert.“ | Gespräch mit Rhein-Zeitung
Ende April erfolgte in Oehna (Brandenburg) der Spatenstich für eine 130 Kilometer lange Teststrecke als erstem Baustein des insgesamt 33.000 Kilometer umfassenden Glasfasernetzes entlang der deutschen Bahntrassen.
Bruno Reufels, CEO der Niedax Group und von Netz 33, erläutert im Gespräch mit der Rhein-Zeitung, weshalb er vom Erfolg dieses Großprojekts überzeugt ist und wie es mit dem Ausbau des Netzes nach dem Spatenstich weitergeht.
Dem Großteil der Rhein-Zeitungs-Leser ist die Niedax Group vor allem als Hersteller von Kabelverlegesystemen bekannt. Auf die Frage, warum sich das Unternehmen jetzt an ein milliardenschweres Infrastruktur-Großprojekt wie den Glasfasernetz-Aufbau wage, erklärte Bruno Reufels:
„Vor über einem Jahr haben wir unsere strategischen Geschäftsbereiche Kabelverlegesysteme, Stahl-Service und Distribution um den vierten Bereich Infrastruktur erweitert. Dafür haben wir in Neustadt/Wied-Rahms einen neuen Technologie-Campus erschlossen. Von dort aus entwickeln wir gemeinsam mit Partnerunternehmen Lösungen für zukunftssichere Infrastrukturprojekte, vor allem Rechenzentren und ein resilientes, hochleistungsfähiges Glasfasernetz in Deutschland.“
Damit stellt Niedax also Krisensicherheit in unsicheren Zeiten in Aussicht – und scheint damit einen Nerv zu treffen: Als der neue Campus in diesem Frühjahr eröffnet und das Glasfasernetz-Vorhaben vorgestellt wurde, waren neben vielen Vertretern aus der Wirtschaft und dem militärischen Bereich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zu Gast.
Die Motivation hinter dem Vorhaben macht Reufels deutlich:
„Die Ausgangslage ist aus unserer Sicht klar: Deutschland verfügt zwar über viele einzelne Glasfaserprojekte, aber nicht über ein durchgängig resilientes Backbone-Netz. Gerade in Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen reicht das nicht mehr aus. Deutschland braucht ein Netz, das auch im Krisenfall funktioniert.“
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Den vollständigen Artikel können Sie bei online bei Rhein-Zeitung lesen (veröffentlicht am 2. Juni 2026, kostenpflichtig).





